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Die Kalbacher Fraktionen unterstützen Kali + Salz

Donnerstag, 26. Januar 2017 um 13:32 Uhr


Die Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung vom 13.12.2016 eine Resolution zum Erhalt der hessischen Kaliindustrie einstimmig beschlossen. Hierbei wenden sich die Kalbacher Gemeindevertreter an die Landes- und Bundespolitik.
Nachstehend wird der Wortlaut der Resolution veröffentlicht:

Resolution zum Erhalt der hessischen Kaliindustrie mit ihren Arbeits- und Ausbildungsplätzen
Seit mehr als 100 Jahren zählt der Kalibergbau in unserer Region zu einem großen, wichtigen und immer bedeutsamer werdenden Industriezweig. Einer zunehmend immer größer werdenden Zahl an Menschen auf unserer Erde stehen kleiner werdende, landwirtschaftliche Flächen zur Nahrungserzeugung gegenüber. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, die Erträge der Felder durch Düngemittel zu erhöhen.
Hier leistet die K+S KALI GmbH weltweit einen bedeutsamen Beitrag. Das Unternehmen zählt mit seinen hessischen Werken in Neuhof bei Fulda, dem Werk Werra mit den Standorten Hattorf (Philippsthal), Wintershall (Heringen) und dem thüringischen Unterbreizbach, dem niedersächsischen Werk Sigmundshall (Bokeloh) nahe dem Steinhuder Meer sowie dem Werk Zielitz nördlich von Magdeburg zu einem großen Traditionsunternehmen. Insgesamt arbeiten dort mehr als 10.000 Beschäftigte.
Für den Wohlstand in den jeweiligen Regionen ist der Kalibergbau in großem Maße mitverantwortlich. Die Infrastrukturen, auch mit ihren kleinen Unternehmen, wären nicht so ausgeprägt ohne die Kaliindustrie. Die hieraus resultierenden Gewerbesteuern verhelfen den Kommunen dazu, Investitionen zu tätigen und den steigenden Anforderungen in den modernen Wohnräumen gerecht zu bleiben. All dies darf durch ausbleibende Genehmigungen seitens der Landesregierung mit ihren Behörden nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.
Vor einigen Jahren hat das Unternehmen damit begonnen, mehr als 360 Millionen Euro in abwasserärmere Produktionsverfahren zu investieren. Weitere Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe sollen noch folgen. Hierfür sind jedoch Genehmigungen, insbesondere zur weiteren Aufhaldung der Rückstände sowie der Entsorgung von salzhaltigen Abwässern, erforderlich, denn nur hierdurch ist die Produktion in den Anlagen gewährleistet.
Bereits seit vergangenem November ist die Versenkerlaubnis zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer in den Untergrund abgelaufen. Eine vorübergehende, mit strikten Versenkkontingenten behaftete Genehmigung lief nun auch aus. Der einzig verbliebene Entsorgungsweg der Abwässer über die Werra ist vor dem Hintergrund der derzeit niedrigen Pegelstände und Fließgeschwindigkeiten in Verbindung mit den gültigen Grenzwerten nicht ausreichend, sodass die Standorte Hattorf und Wintershall mit rund 5000 Beschäftigten derzeit von Produktionsstillständen betroffen sind. Hieraus resultierende Kurzarbeiten belasten zudem die Steuerzahler.