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ICE-Unfall im Landrückentunnel

Freitag, 27. Februar 2009 um 20:21 Uhr

Dank an alle Helferinnen und Helfer

Die Passagiere des ICE 885 Hamburg-München sind am 26. April 2008 nur knapp einer Katastrophe im Ausmaß des Zugunglückes von "Eschede" entgangen. Der ICE ist bei Einfahrt in das Nordportal des Landrückentunnels bei ca. Tempo 220 Stundenkilometer mit einer Schafherde zusammengestoßen und daraufhin entgleist. Dabei wurden insgesamt 19 der 135 Passagiere verletzt und durch den entgleisten Zug entstand ein hoher Sachschaden.

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Nachdem unser Gemeindebrandinspektor Gerhard Kraft bereits um 21.18 Uhr gemeinsam mit dem Rettungszug der DB alarmiert worden war, erfolgte gegen 21.50 Uhr die Alarmierung aller Feuerwehren der Gemeinde Kalbach, um das Tunnelportal zu besetzen.

Unter Leitung unseres Gemeindebrandinspektors Gerhard Kraft, der die Zusammenarbeit mit dem Rettungszug und der Einsatzstelle im Tunnel vor Ort koordinierte, wurden die Reisenden im Bereich des Rettungsplatzes vor der Tunneleinfahrt zunächst einmal beruhigt und anschließend mit den Mannschaftstransportfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Kalbach und anderen Fahrzeugen zum Bürgerhaus nach Mittelkalbach transportiert. Dort hatten zwischenzeitlich der Bürgermeister und Bauhofmitarbeiter gemeinsam mit anderen Hilfskräften begonnen, die Mehrzweckhalle für die Aufnahme der unverletzten Passagiere vorzubereiten. Die Reisenden wurden von der Unglücksstelle mit Kleintransportern zum Bürgerhaus nach Mittelkalbach transportiert, dort von den Rettungskräften erfasst und anschließend wurde von der Deutschen Bahn AG der Weitertransport nach Fulda organisiert, von wo aus schließlich die unverletzten Reisenden noch in der gleichen Nach die Weiterfahrt zu ihren Reisezielen antreten konnten.


Auf den ausführlichen Bericht der Freiwilligen Feuerwehr im Mittelteil dieser Ausgabe der Kalbacher Nachrichten wird hingewiesen.ice02

Besonders hervorzuheben und zu loben ist im Zusammenhang mit diesem Einsatz die hervorragende Arbeit der Kalbacher Feuerwehren. Der gesamte Einsatz lief mit großer Ruhe und Präzision ab und es zeigte sich, dass die Kalbacher Feuerwehr nicht zuletzt Dank der großen Übung vor ca. 4 Jahren auf dieses ICE-Unglück sehr gut vorbereitet war.

Mittlerweile liegt dem Bürgermeister auch ein erstes Dankschreiben eines Passagiers vor, aus dem nachfolgend die wichtigsten Passagen zitiert werden:


"Als der Zug entgleiste, dachte ich vorerst, nun ist alles vorbei. Es ist aber Gott sei Dank nichts ernsteres passiert. Als ich dann aus dem Tunnel gekommen bin und schon die ersten Helfer vor Ort waren, dachte ich mir, die sind schnell und gut vorbereitet. Es war alles genau durchgeplant, jeder Handgriff saß, die Menschen sind sofort versorgt worden. Auch die Bahn war sofort zur Stelle. Besonders bedanken möchte ich mich jedoch für die freundliche Aufnahme in ihrer Mehrzweckhalle. Die Helferinnen und Helfer haben sich schnell und selbstlos und die Fahrgäste gekümmert - vielen Dank. "

Unser aller Dank gilt den engagierten Helferinnen und Helfern der Freiwilligen Feuerwehr, aller anderen Rettungsdienste, dem gemeindlichen Bauhof und allen sonstigen Helfern, die - weil sie gerade vor Ort waren - mit angefasst und tatkräftig geholfen haben, diesen schwierigen Einsatz zu meistern. Dieser Einsatz hat allen Beteiligten deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Einsatzbereitschaft unserer Freiwilligen Feuerwehr und der sonstigen Hilfsdienste in der Region ist und welche Bedeutung den freiwilligen Helferinnen und Helfer bei einem derartigen Unglücksfall zukommt. Dies sollte gleichzeitig Ansporn für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sein, die Freiwilligen Feuerwehren und die sonstigen Hilfsdienste noch tatkräftiger bei deren Arbeit zu unterstützen.

Dag Wehner
Bürgermeister
Gerhard Kraft
Gemeindebrandinspektor