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Bürger gegen Stromtrasse

Montag, 10. November 2014 um 13:01 Uhr

Am Dienstag, dem 21.10.2014 fand in der Mehrzweckhalle Uttrichshausen eine Bürgerversammlung statt, in der das Thema „Stromtrasse durch Kalbacher Ortschaften" für viel Zündstoff sorgte. Unter Vorsitz von Karl-Heinz Leibold hatte zunächst Thomas Wagner von der Firma TenneT TSO GmbH die Möglichkeit, das Projekt vorzustellen. Die Sichtweise der Bürger/innen verdeutlichte Martin Müller aus Uttrichshausen. In der anschließenden Fragerunde und der Diskussion wurde der Unmut über die Planungen sehr deutlich. Die Gesundheit der Menschen, Schutz von Flora und Fauna, Abstände zur Wohnbebauung, technische Alternativen wie Erdverkabelung oder Speichermedien und das grundsätzliche Erfordernis der Trasse überhaupt standen im Mittelpunkt des Interesses der Anwesenden.
Die folgenden Fragen (von Martin Müller) verdeutlichen die prekäre Lage:
- Warum muss unser Dorf eingekreist werden?
- Weshalb wird bei uns eine Trasse über bewohnten Gebieten gebaut, obwohl bisher keine fundierten Erfahrungen von Niederfrequenz- oder Gleichstromtrassen existieren?
- Warum plant „TenneT" 70 m hohe Maste bei der Gleichstromübertragung trotz im Vergleich zu Wechsel-/Drehstromübertragung kleineren elektrischen Feldern?
- Ist eine Trassenbündelung mit weiteren Stromtrassen (Hybrid-Trasse) geplant?
- Große Höhe der Maste = große Abstände der Maste = Kostenoptimierung für die Betreiber?
- Weshalb liegen die deutschen gesetzlichen Grenzwerte deutlich unter den Grenzwerten in anderen europäischen Ländern?
- Warum gelten dennoch in den Bundesländern unterschiedliche Mindestabstände?
- Weshalb ist überhaupt eine Stromtrasse erforderlich, wenn der Energietransport technisch realisierbar und wirtschaftlich machbar im vorhandenen Erdgasnetz erfolgen kann?
- Warum soll die Trasse überhaupt gebaut werden, wenn der „Empfänger" der Stromtrasse (Bundesland Bayern) offenbar keine Zuführung benötigt?
Eine Bürgerinitiative wird sich gegen die Trassenführung wehren. Vorsitzender der Bürgerinitiative "Kalbach gegen SuedLink" ist Martin Müller aus Uttrichshausen, Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Tel. 09742/1890. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der BI: www.kgsl.eu .

Aber auch die Gemeindevertretung hat am 14.10.2014 beschlossen, bis 25.000 Euro für eine Analyse auszugeben, die die Auswirkungen der möglichen Trasse auf Gemeindegebiet untersuchen soll. Denn nicht nur durch Uttrichshausen und an Heubach vorbei soll die Trasse geführt werden. Alternativ ist auch eine Trasse über Nieder- und Mittelkalbach sowie Veitsteinbach geplant.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, überprüfbare Informationen vorzutragen, die gegen eine Trassenführung durch unsere Gemeinde sprechen. Helfen sie mit, gewichtige Argumente zu finden.
Am Beispiel von Uttrichshausen hat Martin Müller illustriert, wie die Stromtrasse geplant ist:
stromtrasse_ut